Wärmestuben kennt jeder. Oft von der Diakonie oder der Caritas betrieben, schützen sie vor Kälte in Form von Decken, Suppe oder Tee an Obdach- oder Wohnungslose. In diesen Sommertagen gibt es eine andere Aktion: Kirchen laden in ihr Inneres ein, an heißen Tagen, um etwas Abkühlung zu finden, Schutz vor Hitze, die zunimmt. Wir können oft gar nicht so viel trinken wie wir schwitzen, auch Wohnungen heizen sich auf - da sind die Kirchen, im Winter oft bitterkalt, nun eine willkommene Abkühlung für Jung und Alt, für Wohnsitzlose und Menschen mit Wohnung – womöglich unterm Dach und schlecht isoliert.
In Kirchen lässt sich leichter einen kühlen Kopf bewahren. Es gibt nur wenige Tage im Jahr, in denen die Kirchen wärmer sind als draußen.
Meistens ist es aber auch jetzt – mitten im heißen Sommer - draußen heißer und innen in unseren Kirchen kühl. Da ist gut sein. Womöglich gibt es auch noch ein erfrischendes Getränk, wenngleich wir ja an heißen Tagen eher heiße Getränke zu uns nehmen sollen, damit der Körper nicht zu viel mit dem Temperaturausgleich zu tun hat und verstärkt aufheizen muss.
Er ist schon ein Wunderwerk der Schöpfung – unser Körper, so vieles funktioniert an ihm, ohne dass ich das bewusst steuere. Wie wichtig z.B. mein Daumen ist, habe ich erst gemerkt, als ich ihn mir verletzte. Nichts konnte ich mit dieser Hand festhalten und aufheben. Und so ist es mit vielem, was wir für selbstverständlich halten und kaum einer Beachtung wert. Dabei ist alles an unserem Körper ein echtes, großartiges Wunder, egal wie winzig.
Ich bin dankbar, wenn ich mich wohlfühle in meinem Körper. Wenn ich gesund bin. Gerade bei Hitze merken wir, was ihm oft zugemutet wird. Und wie gut es tut, für Leib und Seele zu sorgen. Sich zu erfrischen. Sich zu erholen. Dazu sind unsere Kirchen der perfekte Ort. Gut, dass viele von ihnen jetzt geöffnet sind, für jeden, der Schutz und Erholung braucht.