Heute ist der letzte Ferientag. Zumindest hier in Berlin und Brandenburg. Für viele Kinder und Familien fühlt sich dieser Tag vermutlich ganz eigen an. Es heißt Abschied nehmen – von dem etwas anderen Rhythmus und leider auch vom Ausschlafen.
Gleichzeitig steht der Alltag mit all seinen Herausforderungen schon unsichtbar im Türrahmen. Der Wecker wird wieder klingeln, Hausaufgaben müssen erledigt werden und es gilt, Dinge zu lernen, die angeblich „für später“ wichtig sind.
Ich erinnere mich gut an dieses Gefühl aus meiner Kindheit. So richtig genießen konnte ich den letzten Ferientag oft nicht mehr. Mein Kopf war einfach schon ein Stück weiter als der Kalender.
Die Aussicht, eine Freundin wiederzusehen, die man wochenlang nicht getroffen hatte, konnte die Stimmung etwas aufhellen. Oder ein neues Heft, noch ganz unbeschrieben, das so tat, als hätte es mit Mathe nichts zu tun. Auch ein neuer Stundenplan oder ein möglicher Lehrerwechsel ließ auf einen guten Anfang hoffen.
Diese Mischung kenne ich bis heute. Nur geht es längst nicht mehr um Schule. Manchmal ist es ein Sonntagabend, an dem das Wochenende langsam ausklingt und die neue Woche sich schon meldet. Der Kopf ist bereits bei Terminen und Aufgaben, während noch etwas vom freien Tag in der Luft liegt. Es sind diese Momente dazwischen.
Sie werden leicht übergangen. Dabei gehören sie zum Leben. Nicht alles ist klar getrennt in Anfang und Ende.
In der Bibel spielen genau solche Zeiten eine wichtige Rolle. Menschen machen sich auf den Weg, wissen nicht immer, was sie erwartet, und erleben gerade unterwegs: Gott geht mit. Nicht erst, wenn sie angekommen sind.
Der letzte Ferientag ist so ein Tag dazwischen. Der Kalender sagt noch Ferien. Der Kopf ist oft schon weiter. Beides darf nebeneinander sein. Und genau dort, im Dazwischen, geht Gott mit.