„Was für ein Regentag! Muss das sein?“ – denke ich, während ich diese Worte schreibe und sehne mich nach der Sonne. Im Sommer sollte doch die Sonne scheinen, sollte es warm sein. Badewetter mag ich so gerne.
Doch halt! Während ich darüber nachdenke, mache ich mir klar: „Naja, aber der Regen ist ja auch nötig, besonders der sanfte Landregen. Er tut der Natur so gut. Und der Grundwasserspiel steigt, je länger es regnet. Warum meckere ich eigentlich?“
Wir brauchen doch so sehr den Regen. Und die 50 Grad Hitze in der Türkei – was für ein Horror – keine Option!
Da bin ich doch lieber ganz still und ganz zufrieden.
Warum macht uns das Wetter eigentlich so viel aus?
Geht es uns in Deutschland einfach zu gut?
Ich las von einer Studentin mit koreanischen Wurzeln, als man sie fragte: „Wie geht´s?“
Antwortet sie: „Ich bin im Frieden!“
Und sie meint: Ich bin im Frieden Gottes.
Ja, wer im Frieden Gottes lebt, kennt eigentlich keine Unzufriedenheit. Natürlich, auch Christen erleben Krisen, sehen Dinge, die nicht gut laufen und dürfen Gott daher auch diese Not klagen.
Doch meckern – das muss nicht sein!
Es ist wie in dem alten Kirchenlied: „Wenn Friede mit Gott meine Seele durchdringt“ von Horatio Spafford, der im 19. Jahrhundert lebte. Horatio Spafford war einer, der große Schicksalsschläge erlebt hatte: Alle seine Kinder hatte er durch ein schreckliches Schiffsunglück verloren.
So jemand hätte wirklich unzufrieden sein können. Doch mitten in seinem Leben entdeckte er eine tiefe Zufriedenheit. Er hatte Jesus kennengelernt, der am Kreuz durch sein Leiden und Sterben für alle Welt den Frieden mit Gott gestiftet hatte. Horatio Spafford klagte, aber murrte nicht. Er wurde getragen vom Frieden Gottes. Deshalb konnte er am Ende seines Liedes dichten: „Mir ist wohl in dem Herrn“.
Horatio Spafford kannte das Geheimnis Gottes, das der Dichter des Psalms 50 so ausdrückt:
„Wer mir dankbar ist, der preist mich. Das ist der Weg, auf dem du Gottes Heil erkennst.“ (Psalms 50,23)