Eine Möwe steht auf einer Betonfläche und ruft. Ihr Gefieder ist weiß mit einem schwarzen Schwanz und sie hat orangefarbene Beine. Im Hintergrund ist verschwommenes Wasser zu sehen.
23.08
2025
06:50
Uhr

Weniger klagen, mehr danken

Ein Beitrag von Johannes Schumacher

Für manche Menschen ist das Glas immer halb leer.
Sie neigen zur Meckerei. Deutschland gilt im Ausland als Weltmeister des Meckerns.
Und in der Tat: In Deutschland ist es ja zur Mode geworden, über die Bahn zu meckern: Sie verspätet sich zu oft, Züge fallen aus und Anschlüsse werden verpasst.
Ich las von so einer typischen Meckerei, bei der ein Student aus Paraguay erstaunt einwandte:
„Ich wundere mich, dass ihr ständig über die Bahn schimpft, denn wir haben überhaupt keine. Es gibt zwar eine Bahnstrecke, aber die ist vor 15 Jahren stillgelegt worden“.

Das macht mich nachdenklich. Was jammern wir doch oft auf hohem Niveau!
Der Apostel Paulus schreibt in seinem Brief in die Christen der Stadt Philippi:
„Ich kann niedrig sein und kann hoch sein; mir ist alles und jedes vertraut: beides, satt sein und hungern, beides, Überfluss haben und Mangel leiden; ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht“. (Philipper 4,12-13)

Als Paulus dies schrieb, saß er nicht gelassen an seinem Schreibtisch, sondern lag im Gefängnis.
Aber er jammerte und murrte nicht über seine Lage. Ganz im Gegenteil: Seine Worte strahlen tiefe Zufriedenheit aus. 
Was ist das Geheimnis seiner Zufriedenheit? 
Er ist Gott von Herzen dafür dankbar, dass er die gute Nachricht von Jesus immer noch weitergeben darf – sogar im Gefängnis. Gerade in seiner menschlichen Schwäche erlebt Paulus die Kraft Gottes, die Menschen in seine Liebe und Freude zieht.
Paulus ist sich darüber im Klaren, wie reich er in Christus beschenkt ist. Er blickt sozusagen von oben – von der Warte des Himmels aus - auf sein Leben. Durch den Tod und die Auferstehung von Jesus ist der Weg in den Himmel freigeworden. Paulus ist davon überzeugt, dass einmal Leid, Krankheit und Sterben vorbei sein werden.
Und so freut er sich auf den Himmel: Dort wird es keinen Tod mehr geben, kein Leid und keine Krankheit. Dort wird alles gut sein. Dort wird er Gott sehen. Dafür ist er schon in diesem Leben dankbar.
Ich wünsche Ihnen, dass sie zufrieden und heiter durch den Tag gehen, weil Gottes Frieden sie erfüllt, der höher ist als unser Verstand!