Ein nächtlicher Himmel, übersät mit zahlreichen funkeln den Sternen. Die Sterne variieren in Helligkeit und Farbton, vor einem tiefdunklen Hintergrund. Die Weite des Universums wird durch die Dichte der Sterne eindrucksvoll dargestellt.
20.01
2026
06:50
Uhr

Sterne als Orientierung

Vom Blick zum Himmel bis zur Geschichte der Heiligen Drei Könige – ein Montag voller Nachdenken, Mut und Vertrauen

Ein Beitrag von Frank Peter Bitter

Ich schaue gerne in den Himmel. Am Abend oder am frühen Morgen und betrachte die Sterne. Mit den Sternenbildern kenne ich mich zwar nicht besonders gut aus, aber den Großen Wagen kenne ich. Wenn der Himmel klar ist, schaue ich mir das Sternenzelt gern länger an. Fast ungläubig und voller Staunen denke ich darüber nach, dass Lichtjahre entfernt dort verglühende Himmelskörper vor meinen Augen erscheinen, die in unserem Zeitempfinden schon längst erloschen sind. Das macht mich nachdenklich. Ich sehe helle Sterne, die es eigentlich nicht mehr gibt. Und dennoch geben diese Himmelskörper, den Menschen seit ewigen Zeiten Orientierung. Sei es in der Seefahrt, auf dem Land oder später sogar in der Luft. Menschen konnten sich darauf verlassen, dass die Sterne ihnen ihren Weg und Richtung weisen konnten. Weit verbreitet ist auch, dass das Sternenbild oder Sternzeichen den Menschen die Zukunft voraussagen kann oder dass Menschen mit einem bestimmten Sternzeichen sich charakterlich ähneln. So ist mein Sternzeichen der Löwe. Bestimmt können nun einige von Ihnen mich in gewisser Weise einordnen. Es ist schon erstaunlich, welche Bedeutung den Sternen beigemessen wird. Die heiligen drei Könige folgten, der Überlieferung nach, einem ganz besonderen Stern. Dieser Stern sollte sie, daran glaubten sie fest, zum König der Juden führen. Er sollte ein ganz besonderer König sein: Gottes Sohn. Er wurde in Israel geboren, in einem Stall. Ein sonderbarer Geburtsort für einen König.  Diese drei Männer, selbst Könige, aus fernen Ländern, ließen sich nicht beirren und folgten dem Stern. Sie fielen, als sie das Kind in einem Futtertrog sahen, in die Knie und beteten ihn an. Welchen Mut und welch Vertrauen mussten sie in dieses neugeborene Kind gelegt haben. Der Weihnachtsstern war ihnen Orientierung, innerer Kompass und große Hoffnung. Sie brachen auf, machten sich auf den Weg und erreichten das Ziel. Das ist für mich eine sehr berührende Geschichte. Sie sagt mir, dass ich vertrauen darf, auch fast Unmögliches zu erreichen und zu glauben. 

Mit diesem Vertrauen wünsche ich Ihnen einen schönen Tag!