Ein älterer Mann in einem karierten Hemd sitzt auf einem Esel, der mit einem Bündel grüner Pflanzen beladen ist. Im Hintergrund erstreckt sich eine hügelige Landschaft mit Bäumen und Feldern. Das Bild vermittelt eine ländliche, friedliche Atmosphäre. Ein älterer Mann in einem karierten Hemd sitzt auf einem Esel, der mit einem Bündel grüner Pflanzen beladen ist. Im Hintergrund erstreckt sich eine hügelige Landschaft mit Bäumen und Feldern. Das Bild vermittelt eine ländliche, friedliche Atmosphäre.
Ein älterer Mann in einem karierten Hemd sitzt auf einem Esel, der mit einem Bündel grüner Pflanzen beladen ist. Im Hintergrund erstreckt sich eine hügelige Landschaft mit Bäumen und Feldern. Das Bild vermittelt eine ländliche, friedliche Atmosphäre.
11.06
2026
21:58
Uhr

Der Bileam in mir

Ein Beitrag von Oliver Dekara

Es gibt Situationen im Leben, da machen wir etwas, von dem wir später nur denken: Wie konnte ich nur? Sie werden jetzt, genau wie ich, Ihre ganz eigene Situation vor Augen haben. Man schaut auf einen Fehler zurück und fragt sich: Was hat mich da bloß geritten?    Als habe eine fremde Macht die Zügel übernommen und uns wehrlos in den Fehler gelenkt.

Die Bibel ist da in ihrer Analyse etwas strenger. Sie zeigt in der Geschichte vom Propheten Bileam. Er lenkt seinen Esel auf einen falschen Weg — und übersieht dabei alle Warnzeichen. Der Esel dagegen erkennt die Gefahr und bleibt stehen. Erst dadurch begreift auch der Prophet, dass Gott ihm den Weg versperrt.

Jörg Zink beschreibt es so: 

„Da stand ein Engel im Weg, denn der Weg war falsch.
Der Esel sah den Engel, der Prophet nicht.
Und der Esel musste den Geist des Propheten herunter holen auf die Erde, so dass auch er den Engel sah.

Manchmal muss unser Esel, sozusagen der sechste Sinn in uns, uns warnen, damit wir nicht gegen unseren Engel laufen.

Oft hält er für uns die Augen offen und hat die Geistesgegenwart, die unserem Geist fehlt.

Und vielleicht können wir gelegentlich füreinander Esel oder Engel sein.“

(Quelle: Text von Jörg Zink, gefunden in: Der Andere Advent 2002/2003, Text zum 15. Dezember, ohne weitere Quellenangabe, Herausgegeben von Andere Zeiten e. V., Hamburg)