Die Abbildung zeigt eine Stadtkarte von Berlin, auf der mit Marker verschiedene Linien und geometrische Formen skizziert sind. Zusätzlich gibt es handschriftliche Notizen. Der Hintergrund ist eine Karte, die Informationen zu Verkehrsverbindungen enthält.
14.06
2026
21:58
Uhr

Pareidolie

Ein Beitrag von Oliver Dekara

Ich war eigentlich schon fast vorbeigelaufen an der Klappe mit den beiden Einfüllstutzen und der darunter hängenden Kette. Aber dann blieb ich doch stehen, weil mich aus dem Augenwinkel heraus irgendetwas irritierte. Und plötzlich sah ich es: Die beiden Öffnungen und die Kette darunter wirkten wie ein lachendes Gesicht. Ich zückte sofort mein Handy und versuchte ein paar gute Fotos zu machen. Das lustige war, dass sofort noch jemand stehen blieb, der sich wunderte, warum ich Einfüllstutzen fotografierte, bis auch er das Gesicht erkannte. Sie ahnen es, ich blieb nicht der Einzige, der dort mit einem Schmunzeln seine Fotos machte.

Dieser Effekt heißt übrigens Pareidolie und Sie können im Internet dazu viele herrliche Beispiele finden.  Die Wissenschaft erklärt das damit, dass unser Gehirn stets auf der Suche ist nach einem Muster, das es einordnen kann. Und das Gesicht ist für uns als soziale Wesen nun mal eines der wichtigsten Muster. 

Wie bedeutsam so ein lachendes Gesicht sein kann für das eigene Gefühl aber auch das menschliche Miteinander, das wusste man allerdings schon im alten Israel  zur Zeit König Salomos.

Da heißt es nämlich im Buch der Sprüche: „Ein freundliches Antlitz, erfreut das Herz...“ (Spr 15,30a) 

 

Viel Freude Ihnen allen an so manchem Überraschungslachen der kommenden Woche und Gottes Segen!

 

(Quelle: Lutherbibel, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 2017, Sprüche 15,30a.)