Wenn der Tag zu Ende geht und die Schatten länger werden, sitzt man da und zählt die Stunden, die man verpasst hat.
Nicht die großen – die kleinen.
Die, in denen man hätte lachen können und es doch nicht getan hat.
Dann schaut man hinaus: Die Welt dreht sich weiter, und wir drehen uns mit.
Vieles wurde heute nicht geschafft, viele Gedanken nicht gedacht.
Doch vielleicht reicht es ja, dass man einmal tief geatmet hat und jemandem freundlich zugewinkt – auch wenn der’s nicht bemerkt hat.
Ich glaube, Gott hat ein Faible für solche Kleinigkeiten.
Er schreibt sie sich ins Gedächtnis, wenn wir längst schlafen gegangen sind.
„Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, HERR, hilfst mir, dass ich sicher wohne.“
Schlicht und unaufgeregt liegt dieser Psalmvers heute Abend vor mir.
Er beschreibt keinen Triumph, keinen Verdienst, keine Heldentat – nur dieses leise Vertrauen, das den Tag zu Ende trägt.
Schlafen auch Sie heute Nacht ganz im Frieden ein.
Lit.: Die Bibel, Psalm 4, Übersetzung: Luther. Einzusehen auf: ERF Bibelserver: www.bibleserver.com/LUT/Psalm4,9. (eingesehen am 29. Januar 2026)