Heute bin ich gestolpert. Aber wie. Und zwar ständig – über Steine, über Zäune, über die Aktenlage, über Wörter und Sätze.
Und über mich selbst, weil’s sein musste – und heute musste es häufig sein.
Es war ein Hindernislauf in Alltagsausgabe. Viel Kleines, das groß tat – und ich mittendrin.
Jetzt sitze ich hier, mit gerunzelter Stirn, müden Füßen und einem Rest Trotz.
Trotz all der Stolperfallen bin ich durchgekommen durch diesen Tag – mit ein paar Schrammen zwar, aber nichts Nennenswertes.
Aber vielleicht gehört das auch genau so.
Vielleicht, so denke ich, ist Stolpern die ehrlichste Art, auf dem Boden zu bleiben.
„Du stellst meine Füße auf weiten Raum“, sagt der Psalmist im 31. Psalm.
Weit – das klingt gut.
Aber Weite ist nichts für Eilige. Man braucht dafür Geduld.
Im Morgen anzukommen geht eben nicht schneller, wenn man durchs Heute hetzt.
„Aber gut“, flüstere ich Gott heute Abend zu, „morgen probier ich es einfach noch einmal.“
Und ich flüstere so leise, dass es außer Gott und mir kein anderer hört.
Lit.: Die Bibel, Psalm 31, Übersetzung: Hoffnung für alle. Einzusehen auf: ERF Bibelserver: www.bibleserver.com/HFA.LUT/Psalm31. (eingesehen am 29. Januar 2026)