Der katholische Orden der Franziskaner ist in Berlin präsent, etwa mit der Suppenküche in der Wollankstraße oder dem Franziskuskrankenhaus an der Budapester Straße. Die Franziskaner engagieren sich weltweit in der sozialen Arbeit und der Krankenpflege. Als ihr Ordensgründer Franz von Assisi im späten Mittelalter begann, Leprakranke zu pflegen, hielt man ihn für verrückt. Man kannte ihn in Assisi noch als reichen Schnösel, der davon träumte, ein Ritter zu werden. Was hat ihn so verändert? Eine Kriegsverletzung, die Erfahrung von Kriegsgefangenschaft? Eine Vision, in der Christus ihm begegnete? Vermutlich alles zusammen. Franz wurde ein leidenschaftlicher Gottsucher, ein Helfer der Armen, ein Prediger des Friedens. Aber er war zunächst auch Stein des Anstoßes für die eigene Kirche, von der er Umkehr und Reformen forderte. Das Gedenkjahr zum 800. Todestag des heiligen Franz von Assisi neigt sich dem Ende zu, seine Themen bleiben aktuell. Bleiben mögen auch die Schwestern und Brüder des Franziskanerordens, die kräftig mithelfen, dass die Barmherzigkeit Berlin nie ausgeht.
Schlafen Sie gut.