Eine Person steht im Dunkeln auf einem sandigen Gelände, umgeben von hohen Gräsern. Sie hält eine Taschenlampe, deren Lichtstrahl in die Nacht leuchtet. Der Himmel ist bewölkt und es wird langsam dunkel, während ferne Lichter am Horizont sichtbar sind. Eine Person steht im Dunkeln auf einem sandigen Gelände, umgeben von hohen Gräsern. Sie hält eine Taschenlampe, deren Lichtstrahl in die Nacht leuchtet. Der Himmel ist bewölkt und es wird langsam dunkel, während ferne Lichter am Horizont sichtbar sind.
Eine Person steht im Dunkeln auf einem sandigen Gelände, umgeben von hohen Gräsern. Sie hält eine Taschenlampe, deren Lichtstrahl in die Nacht leuchtet. Der Himmel ist bewölkt und es wird langsam dunkel, während ferne Lichter am Horizont sichtbar sind.
26.07
2025
21:58
Uhr

Leuchten

Ein Beitrag von Viktoria Hellwig

Im Sommer bin ich schon immer gern campen gegangen, für den einen ein Graus, für mich eine Wohltat. Den Rasen wieder unter mir zu spüren, über mir die Sterne. Die klare Nachtluft. Das sind die Annehmlichkeiten, auf der anderen Seite muss man auch im Dunklen mit der Taschenlampe aus dem Zelt, dabei möglichst leise den verflixten Reißverschluss aufziehen und dann durchs Dunkle zum Klo tappen. Wenn dann noch die Batterie aus geht, na gute Nacht. Erich Fried findet sogar, dass Taschenlampen viel Ähnlichkeiten zum Leben haben. Er formuliert es so: 

 

Auch ungelebtes Leben geht zu Ende 

zwar vielleicht langsamer,  

wie eine Batterie 

in einer Taschenlampe, die keiner benutzt. 

Aber das hilft nicht viel: 

Wenn man (sagen wir einmal) 

diese Taschenlampe 

nach so- und sovielen Jahren 

anknipsen will 

kommt kein Atemzug Licht mehr heraus. 

Und wenn du sie aufmachst, findest du nur deine Knochen 

und falls du Pech hast 

auch diese schon ganz zerfressen. 

Da hättest du 

genau so  

gut leuchten können. 

Auf dass Sie Ihre Batterien finden und gut nutzen können, in Taschenlampen und im Leben.  Wo auch immer Sie sind, Gottes Segen ist für Sie! 

Aus: Fried, Erich: „Kleines Beispiel“. Aus: Ders.: Gedichte, München 1995, S. 88.