Es juckt mir wieder an Armen und Beinen, der Sommer – die Mückensaison hat offiziell begonnen. Und damit auch die ewige Suche nach einer Lösung im Umgang mit dem ewigen Jucken. Kratzen soll man ja nicht, ich habe schon alles versucht: von Mückenstichheilern mit heißer Spitze bis hin zu Cremes und Roll-ons. Nichts will so richtig helfen gegen die endlosen Mückenscharen.
So unerträglich ihre Stiche auch sind, so sehr macht mich ihr Tanz in der Abendsonne wehmütig. Es erinnert an endlos lange Sommertage – so einen wie heute. Dazu passt das Lied von Wilhelm Hey „Weißt du, wie viel Sternlein stehen“, in dem sogar die Mücken eine eigene Strophe erhalten. Er bettet sie in die Schöpfung ein und betrachtet sie mit liebevollem Blick.
Weißt du, wie viel Mücklein spielen
in der heißen Sonnenglut,
wie viel Fischlein auch sich kühlen
in der hellen Wasserflut?
Gott der Herr rief sie mit Namen,
dass sie all ins Leben kamen,
dass sie nun so fröhlich sind,
Wenn Sie heute Abend die Mücklein spielen sehen, lassen Sie sich einen Moment Zeit und geben Sie der letzten Strophe Raum:
Gott im Himmel hat an allen
seine Lust, sein Wohlgefallen,
kennt auch dich und hat dich lieb,
kennt auch dich und hat dich lieb.
Wo auch immer Sie sind, Gottes Segen ist für Sie!
Aus: Hey, Wilhelm. Weißt du, wie viel Sternlein stehen. In: Evangelisches Gesangbuch (EG 511).