Richie und Ben, Eddie und Bill, Beverly,
Stan und Mike gründen den ‚Club der Verlierer‘.
Richie kann sein loses Mundwerk nicht halten.
Ben ist viel zu dick und schwitzt wie ein Stier.
Eddie saugt bei jeder Aufregung an seinem Asthma-Spray.
Bill kriegt keinen einzigen Satz raus, ohne zu stottern.
Beverly wächst im schäbigsten Viertel der Kleinstadt auf.
Stan ist ein jüdischer Mitschüler und der Vater von Mike
hat es als erster Schwarzer geschafft, sich eine Farm zuzulegen –
gegen den erbitterten Widerstand der weißen Siedler.
Sie alle sind Schüler ums Jahr 1958 im Osten der USA
und die Hauptpersonen im Roman „Es“ von Stephen King.
Die sieben Kinder werden von ihren stärkeren Mitschülern
schikaniert und verfolgt, verprügelt und abgezogen.
Der ‚Club der Verlierer‘, so nennen sie sich – so sehen sie sich,
sind es – in ihren eigenen Augen und in denen der anderen sowieso.
Immer weiter drängt es sie an den Rand der Kleinstadt, zur Müllhalde, in die Wildnis.
Dort entdecken sie ihre Talente, legen sich füreinander ins Zeug,
spielen und lachen endlich mal wieder, bis sie auch dort aufgescheucht werden.
Gemeinsam wehren sie sich gegen eine jugendliche Schlägertruppe;
und sie kämpfen gegen ein Monster –
Es ist ein Kampf zutiefst verletzter Kinder
gegen das Böse und all die Traumata, die der Kampf mit sich bringt.
Heute vor vier Jahren begann der russische Angriffskrieg auf die Ukraine.
Und das ist keine schockierende Fiktion, sondern Realität:
Unzählige Tote, Verletzte, Traumatisierte. Verbrannte Erde.
Zerstörte Beziehungen zwischen Nationen über viele Generationen hinweg.
Ich glaube an einen Gott, der zum Club der Verlierer hält
und nicht zu seinen Aggressoren. Ich glaube an einen Gott,
dessen Liebe in den Schwachen zu einer Kraft wird, die das Böse überwindet.
Sooft ich an der Monstrosität menschlicher Machtgier und Brutalität verzweifle,
versuche ich mich daran zu erinnern, dass in der Geschichte der Menschheit
Gottes Wege der Liebe und Wahrheit am Ende immer gesiegt haben.
Es mag Tyrannen und Mörder geben, die – so scheint es – unbesiegbar sind;
aber zuletzt werden sie doch gestürzt.