An einer Wand ist ein großes Wandgemälde zu sehen. Es zeigt vier Kinder, die im Freien sitzen und Bücher lesen. Ein Hund ist ebenfalls abgebildet, und ein roter Ballon mit der Aufschrift „COMICidade“ schwebt darüber. Der Künstlername „Schultz“ ist am unteren Rand zu finden.
07.07
2025
06:50
Uhr

Du wirst von Gott geliebt. Einfach nur so.

Ein Beitrag von Hans-Joachim Ditz

Montag. Eine neue Arbeitswoche beginnt. Und der Sommer ist schon da, aber die Sommerferien noch nicht, zumindest nicht bei uns in Berlin und Brandenburg. Da heißt es für die meisten von uns, noch etwas Durchhaltevermögen bei der Arbeit zu haben. Deshalb am Beginn der neuen Woche ein Wort der Entlastung: Einfach nur so, so wie Du bist, einfach nur so bist Du von Gott geliebt.

Das ist eigentlich der Refrain eines Kinderlieds, das der Liedermacher Reinhard Horn geschrieben hat. Aber ich finde, das ist auch ein schöner Refrain zwischen den Strophen unseres Lebens. Egal, ob etwas gelingt oder misslingt, vor aller Leistung und trotz aller Schuld, sind wir von Gott geliebt, einfach nur so.  Gott, er ist wie der barmherzige Vater im Gleichnis beim Evangelisten Luk as, der seinen auf Abwege geratenen jüngeren Sohn wieder in die Arme schließt, einfach nur so, weil er ihn liebhat.

Gott ist der größte aller Menschenliebhaber, der Philanthrop schlechthin. Und doch können manche diese eigentlich frohe Botschaft nur schwer annehmen. So wie Charlie Brown, der alte Grübler aus der Comic-Serie Peanuts, der sich von Selbstzweifeln geplagt fragt, ob Gott wohl zufrieden mit ihm ist. Und der von seiner Freundin Lucie wissen will, ob sie sich nicht auch manchmal fragt, ob Gott wohl zufrieden mit ihr sei. Und Lucie antwortet trocken: „Was bleibt ihm anderes übrig?“

Lucie hat die Botschaft verstanden. Gott hat Geduld mit uns, wie der barmherzige Vater mit seinem Sohn und deshalb dürfen wir auch mit uns selbst Geduld haben. Auch wenn das manchmal schwerfällt. Und wer mit sich selbst einverstanden ist, der kann auch leichter gnädig mit seinen Mitmenschen sein. Deshalb wünsche ich jedem, der wie Charlie Brown von Selbstzweifeln gequält wird, eine gute Freundin, so wie Lucie, die sie oder ihn in den Arm nimmt und ins Ohr flüstert: „Ich sehe was, was du nicht siehst, und du bist schön! Einfach nur so, so wie Du bist!“