Heute Abend werden in Mailand die Olympischen Winterspiele eröffnet. Zwei Wochen lang zeigen Sportlerinnen und Sportler ihre Leistungen und ringen um Gold- und Silbermedaillen. Ich werde sicher häufiger als sonst vor dem Fernseher sitzen. Die sportlichen Leistungen beeindrucken mich schon sehr.
Was meinen Sie? War Jesus ein sportlicher Typ? Hätte er sich auch für olympische Spiele interessiert? Oder hat er sogar selbst Sport getrieben oder an einem Wettlauf teilgenommen?
In der Heiligen Schrift finden wir keinerlei direkten Hinweise darüber, ob Jesus sportlich war. Doch wenn man vermuten kann, dass er von seinem Vater das Zimmerhandwerk gelernt hat, wird er durchaus muskulös gewesen sein. Und für seine Wanderung durch das ganze Land brauchte er eine gute Kondition.
Doch beim Sport zählen nicht nur die sportlichen Leistungen. Bei den olympischen Wettkämpfen spielt auch Fairness eine entscheidende Rolle. Für viele bedeutet Fairness, wenn man sich an die Regeln hält und niemanden täuscht. Das würde ich schon hoch einschätzen. Doch Jesus geht noch einen Schritt weiter.
Eines Tages streiten sich die Jünger, wer von ihnen der Größte sei. Auch die Jünger haben also um Gold gekämpft. Jesus hat ihnen damals eine Antwort gegeben, die die Jünger wohl so schnell nicht vergessen haben: Wer groß sein will, muss sich selbst zurücknehmen und den anderen groß machen.
Das hat Jesus nicht nur gesagt, sondern auch vorgelebt. Die Jünger haben mehrfach erlebt, wie einfache und oft sogar verachtete Menschen von Jesus wertgeschätzt und liebevoll behandelt wurden: Kinder, Zöllner, Kranke und sogar Sünder.
Doch die Jünger haben noch mehr erlebt. Durch eine solche Fairness hat sich das Leben vieler Menschen verändert. Auf einmal standen sie nicht mehr ganz unten, sondern fühlten sich angenommen und geliebt. Bei Jesus durften sie auf dem Siegertreppchen ganz oben stehen.
Vielleicht werden Sie in den nächsten Tagen auch auf der Siegertribüne stehen? Nicht aufgrund von sportlichen Leistungen, sondern weil Ihnen jemand mit Wertschätzung und Liebe begegnet ist. Na dann: Herzlichen Glückwunsch zur Goldmedaille.