Gibt es eine Hoffnung, die alle verbindet?
Das Neue Testament erzählt von einer solchen Hoffnung für alle. 2 der 4 Evangelien erzählen von der Geburt Jesu, je aus einem eigenen Blickwinkel. Diese beiden Evangelien verknüpfen die Geburt von Jesus mit einem Stammbaum. Matthäus, der erste Evangelist, erzählt einen Stammbaum von Abraham angefangen -bis hin zu Jesus Christus. Lukas, der dritte Evangelist, erzählt von Jesus angefangen rückwärts, bis zurück zu Adam.
Menschen sind oft stolz, wenn sie es schaffen, die eigene Linie möglichst weit zurückzuverfolgen. Viele Generationen weit. In einem Dorf kannte ich eine Familie, deren Geburtseinträge im Taufbuch über 350 Jahre zurückreichten. Das ist mal Kontinuität, dachte ich beim Blick ins alte Kirchenbuch. Und immer auf derselben Hofstelle. Bei mir selbst verliert sich die Spur meiner Ahnen schon beim Großvater, der aus Ostpreußen vertrieben wurde. Da ist nichts weiter überliefert.
Warum ist es den Evangelisten wichtig, eine Linie von der Geburt Jesu bis zum Anfang zurück zu zeichnen? Bis zu zurück zu Abraham und Sarah, zu Adam und Eva.
Ich denke, es hat mit dieser Hoffnung für alle zu tun. Damit, dass wir Menschen verbunden sind, egal wie verschieden wir sind, egal, wo wir herkommen. Es gibt einen, der uns verbinden kann – von dieser großen Hoffnung erzählen alle Evangelien!
Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren ist. Das sind Worte aus der Weihnachtsgeschichte, der Geschichte der Geburt von Jesus.
Mit dieser einen Geburt von Jesus geschieht Neuanfang. Die Hoffnung auf eine bessere Welt gewinnt Gestalt in einem Menschen.
Wenn ich heute sage, ich glaube, dass mit Jesus Christus eine neue Hoffnung in die Welt gekommen ist, dann ist das mein Bekenntnis. Ein Bekenntnis in einer friedlosen Welt, die eine große, verbindende Hoffnung ganz gut gebrauchen kann.