Die Skulptur zeigt ein detailliertes Porträt eines alten Mannes mit tiefen Falten und einem ernsten Ausdruck. Der Kopf ist aus Bronze gefertigt und vermittelt eine starke, nachdenkliche Präsenz. Der Hintergrund bleibt unscharf und lenkt nicht von der Figur ab.
28.09
2026
06:50
Uhr

Von Göttern und Menschen

In Einklang und Freundschaft mit den Nachbarn

Ein Beitrag von Thomas Brose
Dies ist eine Sendung aus der Staffel vom 28. September – 04. Oktober Alle Beiträge aus der Staffel finden sie hier:
Ein Engel in prächtigen Gewändern sitzt auf einem Felsen und blickt zu einem knienden Mann. Der Mann trägt einfache, historische Kleidung und ist in einer demütigen Pose. Die Szenerie ist von Bäumen und einem bewölkten Himmel umgeben, was eine spirituelle Atmosphäre schafft.
Radio 3
Worte auf den Weg / Worte für den Tag

Fest der Erzengel Michael, Gabriel und Raphael

Thomas Brose
Eine dramatische Szene zeigt eine Stadt, die in Flammen aufgeht, während ein grelles Licht den Himmel erleuchtet. Zwei Figuren stehen auf einem Hügel und beobachten das Chaos. Eine auffällige blendende Explosion symbolisiert Zerstörung und Apokalypse.
Radio 3
Worte auf den Weg / Worte für den Tag

Hieronymus

Thomas Brose
Eine Frau mit lockigem Haar steht auf einer Bühne und spielt Gitarre. Sie trägt einen grauen Pullover und gestreifte Strumpfhosen. Ihre Mimik zeigt Leidenschaft für die Musik, während sie ein Mikrofon benutzt. Im Hintergrund sind Lautsprecher und eine musikalische Umgebung sichtbar.
Radio 3
Worte auf den Weg / Worte für den Tag

Leute ohne Rückgrat

Thomas Brose
Die Freiheitsbrücke ist eine grüne, geschwungene Brücke über die Donau in Budapest. Sie hat charakteristische Türme und verziert mit Lampen. Im Hintergrund sind historische Gebäude zu sehen, und die Umgebung ist bewölkt, was der Szene eine ruhige Atmosphäre verleiht.
Radio 3
Worte auf den Weg / Worte für den Tag

Vertraut den neuen Wegen

Thomas Brose
alt text
rbb Kultur A more detailed description of the graphic
Sendungstitel

Headline mit einer zweiten Zeile

Name der Autorin

„Selbst die allerschlechteste christliche Welt würde ich der besten heidnischen vorziehen“ – so antwortet Heinrich Böll auf die Frage des Kirchenkritikers Karlheinz Deschner: Was halten Sie vom Christentum? In einer christlich geprägten Welt, erklärt der Schriftsteller, gebe „es Raum für die, denen keine heidnische Welt je Raum gab: für Krüppel und Kranke, Alte und Schwache“ – und dazu die Hoffnung auf eine Welt, die uns alle zu Schwestern und Brüdern macht.

Daran musste ich denken, als ich den Film Von Göttern und Menschen kürzlich zum zweiten Mal gesehen habe. Der Film zeigt eine Gruppe französischer Ordensleute in Algerien, die in Einklang und Freundschaft mit ihren muslimischen Nachbarn leben.

Neun Trappistenmönche ringen in einer Welt des Terrors darum, Frieden und Menschlichkeit zu bewahren. Dazu gehört – und das ist spannend anzusehen – auch die monastische Weisheit, dass ein Oberer nicht über die Köpfe seiner Mitbrüder hinweg entscheiden kann. Gehen oder Bleiben? Für die Brüder im Film wird das zu einer Frage über Leben und Tod.

Wer den Film heute sieht, hat längst davon erfahren, dass er auf einer wahren Begebenheit beruht: Vor dreißig Jahren wurden sieben Mönche aus dem algerischen Kloster Notre-Dame entführt und ermordet. Weder Gruppenzwang noch Bekehrungseifer waren dafür verantwortlich, dass sie trotz Drohungen ausharrten. Sie wollten ihr Kloster als Ort des Friedens und der Versöhnung nicht verlassen.

Der Schauspieler Lambert Wilson, der den Prior verkörpert, erklärte dazu in einem Interview: „Ich denke, die Leute lieben diesen Film, weil er bestimmte Werte bringt, die wir heute brauchen: Liebe, Brüderlichkeit, auf den Nachbarn zugehen. Der Film sagt: Habt keine Angst vor anderen!“

Ich glaube, Heinrich Böll hatte – ähnlich wie die Mönche – die Hoffnung auf eine Welt im Sinn, die uns alle zu Schwestern und Brüdern macht.