Jetzt im Winter, wo es früh dunkel und kalt ist, ist die perfekt Zeit für gemütliche Filmabende. Und ja, es darf gerne auch mal ein Weihnachtsfilm sein. Beziehungsweise nicht ein Weihnachtsfilm - sondern der Weihnachtsfilm: „Kevin allein zu Haus“. Ein Klassiker aus dem Jahr 1990.
Die Geschichte ist schnell erzählt: Die Großfamilie verreist an Weihnachten - Geschwister, Eltern, Verwandte - und sie vergessen den unbeliebten Jüngsten zu Hause: Kevin. Der arrangiert sich recht bald mit der ungewohnten Situation. Die Familie bemerkt sein Fehlen erst, nachdem sie mit dem Flugzeug abgehoben hat und kann, obwohl sie nun alles dransetzt, wegen ausgebuchter Flüge zunächst nicht zurückreisen.
Währenddessen bemerkt Kevin, dass skrupellose Einbrecher es auf das Haus der Familie abgesehen haben. Der junge Held sieht sich scheinbar übermächtigen Feinden ausgesetzt. Aber: Mit großer Cleverness und unter Zuhilfenahme diverser Haushaltsgegenstände gelingt es ihm, die Bösewichte abzuwehren. Schließlich, am Ende des Films, findet die Familie wieder zusammen.
Fröhliches Happyend - passend für einen Weihnachtsfilm - mit einem Kind als Held der Geschichte. Ein kleines Kind, das - scheinbar wehrlos - sich mutig den Herausforderungen stellt und den Bösewichten dabei mit viel Fantasie und Kreativität begegnet.
Ich finde, diese Geschichte passt ganz wunderbar in die Vorweihnachtszeit. Schließlich wird Weihnachten auch die Geschichte eines Kindes erzählt. Zugegeben, es heißt Jesus und nicht Kevin. Außerdem ist es ein Baby und kein Schulkind. Einbrecher kommen ebenfalls nicht in der biblischen Weihnachtsgeschichte vor.
Und doch: Das Kind dieser Weihnachtsgeschichte schenkt Menschen Mut und Kraft für die Herausforderungen dieser Welt, seit sie erzählt wird. Jesus macht es vor, wie man mit Mitmenschlichkeit, Liebe und Hoffnung weiterkommt. Auch in Angst und Gefahr.
Zwei Geschichten für die Weihnachtszeit.
Vielleicht finden Sie Zeit für beide.