Die Silhouette einer Giraffe ist vor einem leuchtend roten Sonnenuntergang zu sehen. Der Hintergrund besteht aus dunklen Bäumen, die die Giraffe umrahmen und die ruhige Atmosphäre des abendlichen Moments verstärken.
06.01
2026
21:58
Uhr

Der Segen der Weihnachtstage

Ein Beitrag von Paul Geiß

Heute sind sie vorbei, die zwölf Tage von Weihnachten bis zum Drei-Königs-Tag. Der letzte Festtag im Weihnachtskreis ist vorüber, die Kirchen im Osten, in Griechenland, Armenien, Russland und Serbien feiern heute erst ihr Weihnachtsfest, sie datieren das Fest noch nach einem anderen Kalender.

Für mich sind das ganz besondere Tage, manche Menschen haben uns mit einem ausführlichen, handgeschriebenen Gruß überrascht. Das hat mich besonders berührt. Es sind einfach anders gefärbte, besondere Tage, die jetzt wieder dem Alltag weichen müssen.

Weihnachten wird auf der ganzen Welt gefeiert, doch jede Erfahrung, jeder Ort hat seine eigene Prägung. Für uns gehören zu dieser Zeit auch die Erinnerungen an Weihnachtsfeste im südlichen Afrika. Es war heiß, die Sonne brannte, und doch wanderten die Gedanken nach Hause, in die Kindheit, zu den innigen Gottesdiensten um die Jahreswende mit den alten rührenden Liedern und immer die Hoffnung auf viel Gutes, das kommen möge. 

Hier ein Gebet des Pfarrers und Dichters Eduard Mörike für diese Tage und das neue Gute, das hoffentlich kommt:

Du, Vater, Du rate, lenk‘ Du und wende, Herr, Dir in die Hände sei Anfang und Ende, sei alles gelegt.

Gehen Sie mit Gottes Segen getrost in die Nacht.
 

Eduard Mörike: Werke in einem Band, München Wien 1977, S. 117