Es war soweit, die Kantorei hatte das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach einstudiert. Immer wieder geprobt und gesungen, geprobt und gesungen, bis die Kantorin mit ihren 80 Sängerinnen und Sängern zufrieden war.
Das Orchester war formiert, Solistinnen und Solisten für die einzelnen Arien verpflichtet, es konnte losgehen. In der Generalprobe in der Kirche wurde spürbar, wie innig man doch inzwischen mit der Musik, mit den komplizierten Chorsätzen zu Rande kam.
Jetzt die Aufführung, es gilt. Die Chorsängerinnen und Sänger stellen sich der Reihe nach auf.
Die Kantorin blickt auf Musiker und Chorsänger, lächelt strahlend und dann: Jauchzet, frohlocket, auf preiset die Tage, so der von schnellen Flötenläufen und mächtigen Trompeten begleitete Eingangschor.
Bei den Chorsätzen, Chorälen und Arien herrscht atemlose Stille im Kirchenraum. Die Arien sind innig, Chor und Orchester jubeln, Pauke und Trompeten strahlen. Die Zuschauer lauschen gebannt. Hier werden die Weihnachtsgeschichte und das Neue Jahr eindrücklich besungen. Jubel und der Beifall am Ende wollen nicht enden.
Eine von Gott gesegnete Stunde mit engelsgleicher Musik. Kennen Sie solche Erfahrungen? Gute Nacht mit Gottes Segen.