Eine Sängerin steht im Vordergrund, silhouettiert gegen die Sonne. Sie spricht in ein Mikrofon, während der Lichtschein im Hintergrund eine lebendige Atmosphäre schafft. Die Szene vermittelt das Gefühl eines aufregenden Live-Auftritts.
10.01
2026
21:58
Uhr

Musik

Ein Beitrag von Paul Geiß

Im Auto höre ich die Musik, die die Fahrerin liebt, ein voller Sound, ein rhythmischer Gesang mit Geigen, Drums und Bass: „Driving home“, ertönt die helle Stimme. „Kennst Du die Musik?“ frage ich. „Klar“ sagt sie, „das ist Chris Rea, ein alter Song.“ Es geht weiter: „Und jetzt?“ frage ich, „Das ist Lady Gaga“, sagt sie. Sie schwingt mit beim Fahren mit der Musik.

Musik begleitet uns überall: im Rundfunk, im Fernsehen, im Konzertsaal, im Gottesdienst in der Kirche - von Bach bis Brahms, von Gospel bis Sacropop.

Für Martin Luther ist die Musik ein Spiegel Gottes: „Ich wollte von Herzen gern diese schöne und köstliche Gabe Gottes, die freie Kunst der Musica, hoch loben und preisen. Diese Kunst ist von Anfang der Welt allen und jeglichen Kreaturen von Gott gegeben und von Anfang an mit allen geschaffen, denn da ist nichts in der Welt, das nicht ein Schall und Laut von sich gebe. … Das Glück und die Seligkeit des Menschen liegt im Hören.“

Ich kenne das Gefühl. Ich bin tief ergriffen, wenn ich Bachs Kantaten höre und manchmal auch mitsingen darf oder auch das Requiem von Brahms, Paulus von Mendelssohn. 

Musik, das kann Gottes klingender Segen sein. 

Gibt es eine besondere Musik, in der Sie Gottes Segen spüren? Gute Nacht.

 

J.H.Claussen, Gottes Klänge, eine Geschichte der Kirchenmusik, 2. durchgesehene Aufl., München 2025, S. 80