Eine Woche auf der Insel Hiddensee im Mai. Ich stöbere in der Inselbuchhandlung. In einem Gedichtband finde ich ein Gedicht von Frieder Jelen. Der war eine Zeit lang Pastor auf der Insel Rügen. Aber er hat auch ein Gedicht über die Insel Hiddensee geschrieben – es heißt „Insel in der Nacht“ und geht so:
Um den Schein über ihrem Haupt
Beneiden sie alle Heiligen.
Strahlen grüßen die Geliebten
In der Ferne.
Aber die gerade stranden
Sehen nichts.
Ziehe deine Schuhe aus,
denn es ist heiliges Land.
Gehe auf nackten Zehen
Und vergiss nicht,
was der Herr hier Gutes getan hat. (1)
Vergiss nicht! Diesen Rat des Dichters kann ich gut annehmen. Denn ich weiß, wie vergesslich ich bin. Auch wenn es darum geht, Gott zu danken für alles Gute, das er für mich, für uns alle getan hat. Und ja, dazu gehört auch dieses wunderbare Gefühl, mit nackten Füssen durch den feinen, weißen Sand am Strand gehen zu können. Über die Weite des Meeres zu staunen und sich am Glitzern der Sonne auf dem Meer kaum satt sehen zu können.
Danke guter Gott für all die schönen Dinge, an denen wir uns freuen können. Danke, dass Du uns viel Gutes getan hast.
Eine gute Nacht mit Gottes Segen!