Eine Woche auf der Insel Hiddensee im Mai. Auf einem Spaziergang komme ich am Haus des Inselpastors vorbei. Auf der Hauswand lese ich einen Dreizeiler:
Gottes sind Wogen und Wind,
aber Segel und Steuer sind euer,
damit ihr den Hafen gewinnt.
Wer das gedichtet hat, der wusste, dass die Seeleute einen gefährlichen Beruf hatten. Der Hafen musste erst „gewonnen“ werden. Es war also keineswegs selbstverständlich, dass die Mannschaft wieder heil nach Hause kam.
Doch abgesehen davon stoßen mich diese Worte mit der Nase darauf, wie eng wir Menschen verbunden sind mit Gottes Schöpfung. Gott schafft Rahmenbedingungen, die wir Menschen für uns nutzen können.
Wie gut, dass die Schöpfung Gottes, die uns umgibt, unsere Kreativität und unseren Erfinder-geist immer wieder neu belebt und herausfordert. Auch, wenn wir uns dieser Tage zurecht große Sorgen machen, wenn es um die Bewahrung der Schöpfung geht.
Ich vertraue darauf: Es ist Gottes Wille, dass wir stets neue Lösungen finden, damit wir unser Leben bewältigen können. So wird sicher eines Tages die Zeit kommen, da haben Schiffe keinen Dieselmotor mehr, sondern einen umweltfreundlicheren Antrieb. Heißt es nicht: „Dem Ingenieur ist nix zu schwör?!“
Eine gute Nacht mit Gottes Segen!