Eine Woche im Mai auf der Insel Hiddensee. Man ist hier immer auf den Spuren berühmter Persönlichkeiten. Auch der Schriftsteller Max Kruse, Sohn der Puppen-Herstellerin Käthe Kruse, besuchte die Insel oft. Manche seiner Bücher wurden von der „Augsburger Puppenkiste“ als Puppenspiel umgesetzt. Wer kennt nicht „Der Löwe ist los“ oder „Urmel aus dem Eis“?
Max Kruse hat Worte über die Insel Hiddensee gefunden, die mir aus dem Herzen sprechen. Unter der Überschrift „Die verzauberte Insel“ schreibt er in seiner Autobiographie:
„Vor allem aber war es das Licht, das Hiddensee verzauberte. Einmal stand alles in gleißender Sonne, gleich darauf breiteten sich Schatten aus und plötzlich leuchteten einzelne Bilder auf. Aber eigentlich könnte man sogar sagen: Hiddensees größter Zauber war seine großartige und uferlose Ereignislosigkeit, von der auch meine Seele ergriffen wurde, das schöne Gleichmaß der Tage“. (1)
Verzaubert – das trifft es. Vom Zauber der Insel ist etwas auf mich übergegangen, kaum in Worte zu fassen. Würde ich es biblisch ausdrücken, käme das Wort „Ewigkeit“ ins Spiel.
Ich habe einen Vorgeschmack davon bekommen, was „Ewigkeit“ heißt: ganz in der Gegenwart – ohne dass Vergangenheit oder Zukunft Anspruch auf mich hätten.
Eine gute Nacht mit Gottes Segen!