Eine Woche auf der Insel Hiddensee im Mai. Ich bin unterwegs auf den Spuren der Künstler, die sich mit dieser Insel besonders verbunden gefühlt haben. Dazu zählt auch der Schriftsteller Hans Fallada.
In seinem Roman „Kleiner Mann, was nun?“ beschreibt er das Leben des Angestellten Pinneberg und seiner Frau, die er „Lämmchen“ nennt. Die beiden erwarten ein Kind, doch die Zeichen stehen schlecht: Wirtschaftskrise, Inflation und Massenarbeitslosigkeit belasten die Menschen. „Wir schaffen das schon – wir haben doch uns!“, sagte Lämmchen. Doch ihr Optimismus wir auf die Probe gestellt. Pinneberg verliert die Arbeit und trifft an seinem neuen Arbeitsplatz in Berlin auf Leistungsdruck, einen tyrannischen Chef und unbezahlte Überstunden. Dass er standhält, verdankt er vor allem seiner Frau. Ihr Glaube an die Liebe und ihre Kraft, das gemeinsame Leben zu meistern, bleibt unerschütterlich. Lämmchen steht für eine Hoffnung, die nicht stirbt.
Der Roman bleibt aktuell. Seine Geschichte erinnert daran, wie wichtig Liebe, Mut und Zusammenhalt sind - besonders in schweren Zeiten. Zusammenhalt gilt nicht nur in Partnerschaften, sondern auch in unserer Gesellschaft. Das Gute ist: Jeder kann dazu etwas beitragen – und hier ist der Phantasie keine Grenze gesetzt.
Eine gute Nacht mit Gottes Segen!