Die Aussicht zeigt die Stadt Berlin mit der Spree, umgeben von historischen Gebäuden und modernen Wolkenkratzern. Der Fernsehturm ist im Hintergrund sichtbar. Im Vordergrund verläuft eine belebte Straße, die über eine Brücke führt, während weitere Stadtteile im Hintergrund sanft in der Dämmerung leuchten.
21.09
2026
06:50
Uhr

Suchet der Stadt Bestes!

Ein Beitrag von Merle Remler
Dies ist eine Sendung aus der Staffel vom 21. – 27. September Alle Beiträge aus der Staffel finden sie hier:
Eine offene Kartonschachtel mit einem geometrischen Muster in Schwarz und Weiß steht auf einem Tisch. Die Schachtel hat einen quadratischen Boden und zeigt ihre Innenseite. Der Hintergrund ist neutral und unscharf.
Radio 3
Worte auf den Weg / Worte für den Tag

Zwischenraum

Merle Remler
Eine Gruppe von Vögeln fliegt in einer V-Formation über einen hellblauen Himmel mit wenigen Wolken. Die Vögel sind in verschiedenen Flugpositionen angeordnet und scheinen sich in eine Richtung zu bewegen.
Radio 3
Worte auf den Weg / Worte für den Tag

Mehr Gemeinsinn

Merle Remler
Junge Pflanzen sprießen aus fruchtbarem, dunklem Erdreich. Einige Triebe sind bereits sichtbar, während andere noch in der Erde verborgen sind. Die Szene vermittelt ein Gefühl von Wachstum und Neubeginn.
Radio 3
Worte auf den Weg / Worte für den Tag

Gottes Saat

Merle Remler
Eine Person sitzt im Schneidersitz auf einer Fensterbank und blättert durch ein Buch. Die Hände sind leicht verschmutzt von Farbe, und die Sonne scheint durch das Fenster, wodurch Schatten auf der Oberfläche entsteht.
Radio 3
Worte auf den Weg / Worte für den Tag

Gott ist ein Tätigkeitswort

Merle Remler

Es ist der Morgen nach der Berlin-Wahl. Viele von uns – nicht nur in der Hauptstadt - haben gestern gespannt vor den Bildschirmen gesessen, kleinen und großen, und gewartet, gescrollt, vielleicht gehofft und mitgefiebert. Manche werden sich freuen, andere enttäuscht sein, manch einer vielleicht sogar wütend. 

Apropos kleine und große: Heute ist nicht nur der Morgen nach der Wahl, es ist auch der Morgen nach dem weltweiten Kindertag. Zufall? Bestimmt. Und doch habe ich gestern, als bei uns im Gottesdienst viele große und kleine Hände gemeinsam an Ideen für die Zukunft gebastelt haben, gedacht: „Könnte doch der Gedanke an diese gemeinsame Zukunft alle unsere Wahlen bestimmen!“ Eine Zukunft für alle, für die es sich zu leben, zu streiten, zu kämpfen lohnt. 

Und so bleiben auch heute Morgen noch Fragen: Bleibt alles beim Alten oder wird vieles neu? Wird es besser oder einfach nur anders? Geht es bergauf? Doch ganz ehrlich, ausschließlich bergauf zu gehen, ist auch immer anstrengend, das sollte man nicht unterschätzen! Der Weg ist sehr bestimmt steil und schlimmstenfalls kommen einem auch ein paar Steine entgegen, die nicht höflich ausweichen. Manchmal muss man in großen Serpentinen gehen, damit man die Steigung schafft. Das fühlt sich nicht nur mühsam an, das ist es auch. Und doch lohnt der Aufstieg, wenn man zwischendurch zum Kreuz am Gipfel schaut. Nicht, weil das Kreuz die Steigung flacher macht – das wäre zu schön. Aber es erinnert mich daran, dass wir nicht zufällig bergauf stolpern, sondern auf dieses Ziel hin.

„Suchet der Stadt Bestes!“, so forderte der Prophet Jeremia es schon vor gut 2500 Jahren von seinen Nachbarn ein. Suchet der Stadt Bestes, baut Häuser und pflanzt Gärten. Das ist ein schönes Bild, ein friedliches Bild. Und so prophezeit es Jeremias auch weiter: „Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR, nämlich Gedanken des Friedens und nicht des Leides, daß ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“ (Jeremia 29,11)

Möge es so sein: Zukunft und Hoffnung für die Stadt und nicht nur für sie! Gott verspricht Zukunft, die nicht  allein an Wahlergebnissen hängt. Sondern auch an dem, was wir heute tun.

 

Lit:. Die Bibel, Jeremia 29, Verse 7 und 11.