Fünfzigtausend Kilometer ist ein junges Paar aus Freiburg so weit gen Osten gereist, dass es aus dem Westen in seine Heimat Freiburg zurückkehren konnte. Es ist die Geschichte von einem Weg um die Welt. Als Paar sind sie aufgebrochen. Unter anderem besuchten sie Russland, Tadschikistan, China, den Iran und Pakistan, Indien und Japan. Von Mexiko an reisten sie zu dritt. Denn dort wurde ihr Sohn Bruno geboren.
Dreieinhalb Jahre lang waren sie unterwegs: Gwen, die Hobbyfilmemacherin und Patrick, der freiberufliche Kameramann. Sie wurden in allen Ländern von Menschen mitgenommen: dem LKW-Fahrer, der vierzig Stunden am Steuer saß; dem jungen Mann, dessen Auto auf einer kurzen Fahrt mehrfach stehen blieb; den LKW-Fahrern, die ihnen einen Schlüssel für einen LKW überließen, um darin übernachten zu können. Mit ihrem eigenen VW-Bus, den sie in Mexiko wegen ihres Sohnes Bruno gekauft hatten, blieben sie sehr bald liegen. Von mehreren Mechanikern mussten sie den Motor untersuchen lassen, bevor sie weiterfahren konnten. Sie haben nicht nur gelernt mit 40 Grad Minus umzugehen, sondern auch mit Wüsten und Behörden. Sie haben auch gelernt, einmal die Welt zu umrunden, ohne ein Flugzeug zu nutzen. Und dass der Frachter, auf dem sie den Pazifischen Ozean überquerten, täglich achtzehntausend Liter Diesel verbraucht, lernten sie ebenso. Die Weltreise wurde zu einer Lernreise.
Ihr gesamtes Filmmaterial haben sie zu einer zweistündigen Dokumentation zusammengeschnitten, die 2017 unter dem Titel „WEIT“ in den deutschen Kinos lief. Diese dreieinhalbjährige Reise rund um die Erde hat ihren Blick auf die Welt und die Menschheit in ihr geweitet. Am Ende der Dokumentation stellt Gwen klar, dass es überall auf der Welt wunderbare Menschen gibt, und bekennt: „Und was am Ende bleibt, ist die Erfahrung! Die Erfahrung, dass es sich lohnt zu vertrauen!“
Dem kann ich nur hinzufügen: Gott sei Dank.